Propolis

Das Schutzharz der Bienen

Propolis gehört zu den faszinierendsten Naturstoffen aus dem Bienenstock. Seit Jahrhunderten wird das sogenannte Bienenharz in traditionellen Heilmethoden, in der Kosmetik sowie zunehmend in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Dank seiner komplexen Zusammensetzung aus bioaktiven Pflanzenstoffen gewinnt Propolis heute auch in der modernen Forschung und Produktentwicklung immer mehr Aufmerksamkeit.


In diesem Artikel erfahren Sie, was Propolis ist, wie es entsteht, welche Anwendungen es in Kosmetik und Lebensmitteln gibt und welche wissenschaftlichen Studien den gesundheitlichen Nutzen untersuchen.


Was ist Propolis?

Propolis ist eine harzartige Substanz, die Honigbienen aus pflanzlichen Harzen herstellen. Die Bienen sammeln diese Harze von Knospen, Rinden oder Wunden von Bäumen und mischen sie mit Wachs, Pollen und Enzymen aus ihrem Speichel.


Im Bienenstock erfüllt Propolis eine wichtige Funktion: Es dient als natürlicher Schutz gegen Bakterien, Viren und Pilze und hilft, den Stock abzudichten und hygienisch zu halten.


Der Name stammt aus dem Griechischen: pro = vor / polis = Stadt


Sinngemäß bedeutet Propolis also „Schutz der Stadt“, wobei mit der „Stadt“ der Bienenstock gemeint ist.


Chemisch handelt es sich nicht um einen einzelnen Stoff, sondern um ein komplexes Naturgemisch mit über 300 identifizierten Komponenten, darunter:

  • Flavonoide
  • Phenolsäuren
  • Terpene
  • Aromatische Aldehyde
  • Wachsbestandteile

Die biologischen Eigenschaften von Propolis beruhen vor allem auf polyphenolischen Pflanzenstoffen, insbesondere Flavonoiden und Phenolsäuren. Diese können teilweise bis zu 50 % der Zusammensetzung ausmachen.


Zu den wichtigsten Substanzen gehören:  Quercetin, Apigenin, Kaffeesäure, Zimtsäurederivate, p-Cumarsäure


Diese Moleküle besitzen unter anderem antioxidative, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften.


Diese Zusammensetzung variiert stark je nach geografischer Herkunft und Pflanzenquellen


Nicht jede Biene produziert Propolis

Viele Imker finden wenig oder gar kein Propolis im Bienenstock - sehen es sogar als Abfallsprodukt - da mehrere Faktoren zusammenkommen:


  • Bienenrasse: Manche Linien sammeln kaum Propolis, da Imker sie oft auf „weniger Klebstoff im Stock“ gezüchtet haben.
  • Harzquellen: Fehlen Bäume wie Pappeln, Birken oder Nadelbäume, gibt es wenig Rohmaterial für Propolis.
  • Beutenbau: Moderne, passgenaue Beuten haben weniger Spalten – Bienen müssen weniger abdichten.
  • Umwelt & Klima: In waldreichen und kühleren Regionen wird meist mehr Propolis gesammelt.

Kurz gesagt: Genetik der Bienen, Umgebung und Beutenbau entscheiden, ob ein Volk viel oder wenig Propolis produziert.


Gesundheitlicher Nutzen


Propolis enthält zahlreiche bioaktive Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Phenolsäuren, denen verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden.


Studien untersuchen insbesondere folgende Wirkungen:

  • Antimikrobiell: Propolis kann das Wachstum bestimmter Bakterien, Viren und Pilze hemmen.
  • Antioxidativ: Die enthaltenen Polyphenole helfen, freie Radikale zu neutralisieren.
  • Entzündungshemmend: Einige Inhaltsstoffe können entzündliche Prozesse im Körper modulieren.
  • Hautschutz: Untersuchungen zeigen positive Effekte bei Hautproblemen und Wundheilung.

Einige Studien deuten zudem auf mögliche Vorteile für Immunsystem, Mundgesundheit und Herz-Kreislauf-Parameter hin. Allerdings variieren die Ergebnisse, da Zusammensetzung und Qualität von Propolis je nach Herkunft stark unterschiedlich sind. Weitere Forschung ist daher weiterhin erforderlich.


Studien: 


Einsatz in Kosmetik

Propolis ist ein beliebter Inhaltsstoff in der Naturkosmetik. Gründe dafür sind seine antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften.


Typische Anwendungen: Hautcremes und Seren, Lippenpflege, Akne-Produkte, 

Mundpflege (Zahnpasta, Mundspülungen).


In Hautpflegeformulierungen kann Propolis dazu beitragen Hautreizungen zu beruhigen, das Hautmikrobiom zu unterstützen, die Wundheilung zu fördern


Darum findet man Propolis häufig in Produkten für problematische oder empfindliche Haut.


Wussten Sie es?

Ein Bienenvolk produziert jährlich nur etwa 50–200 g Propolis. Die Gewinnung ist aufwendig, da das Harz in kleinen Mengen von verschiedenen Pflanzen gesammelt und im Stock verarbeitet wird. Deshalb ist Propolis als Rohstoff deutlich knapper und wird meist gezielt mit speziellen Propolisgittern geerntet.


Der Bienenstock gilt durch Propolis als extrem hygienisch – teilweise wird er als steriler als ein Operationssaal beschrieben. Bienen verwenden Propolis, um Ritzen zu versiegeln und Oberflächen im Stock mit einer schützenden Harzschicht zu überziehen. Diese sogenannte „Propolis-Hülle“ kann das Wachstum von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen hemmen. Dadurch entsteht im Bienenstock ein erstaunlich stabiles und hygienisches Mikroklima, das zur Gesundheit des gesamten Bienenvolkes beiträgt.


Unsere Produkte

Wir bieten Propolisextrakte für Mensch und Tier in unterschiedlichen Varianten. Stöbern Sie gern in den Produkten und melden Sie sich für Ihr unverbindliches Angebot.

Unsere Propolis Produkte


Haftungsausschluss

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass bei den oben genannten Aussagen teilweise weitere Forschungen sowie Studien notwendig sind, um diese wissenschaftlich zu belegen. Daher können aktuell nicht alle Aussagen von der Schulmedizin anerkannt werden.

Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen zu gesetzlichen Regelungen, Zulassungen und Einsatzmöglichkeiten von Rohstoffen basieren auf sorgfältiger Recherche und unserem aktuellen Kenntnisstand (Stand: Juli 2025). Wir übernehmen jedoch keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Angaben.


Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel unterliegen laufenden Änderungen. Für die Verwendung von Rohstoffen und gesundheitsbezogenen Angaben ist daher stets eine eigenverantwortliche Prüfung der jeweils geltenden Vorschriften, EU-Verordnungen und Zulassungslisten durch den Hersteller oder Inverkehrbringer erforderlich.


Bei rechtlichen Unsicherheiten empfehlen wir, Fachjurist:innen oder die zuständigen Behörden zu konsultieren.


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