Immer mehr Hersteller von Tiergesundheitsprodukten setzen auf Palmitoylethanolamid (PEA) als funktionellen Inhaltsstoff. Die natürlich vorkommende Fettsäureverbindung gewinnt insbesondere in der Tierernährung für Hunde und Katzen an Bedeutung, da sie entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzt und gleichzeitig ein sehr gutes Sicherheitsprofil aufweist.
Für Hersteller von Heimtierfutter, Ergänzungsfuttermitteln oder veterinärmedizinischen Produkten bietet PEA daher ein spannendes Wirkstoffkonzept – sowohl für Gelenkgesundheit als auch für Haut, Nervensystem und allgemeines Wohlbefinden.
Was ist PEA?
Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine endogen vorkommende Fettsäureamid-Verbindung, die im Körper von Mensch und Tier gebildet wird. Sie gehört zur Familie der N-Acylethanolamine und wirkt vor allem über die Aktivierung des PPAR-α-Rezeptors, der eine wichtige Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen spielt.
PEA wird vom Organismus häufig als natürliche Schutzreaktion bei Entzündungen, Schmerz oder Zellstress produziert. In chronischen Situationen scheint diese körpereigene Produktion jedoch nicht immer ausreichend zu sein – weshalb eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll sein kann.
Einsatzgebiete von PEA bei Hunden und Katzen
Gelenkgesundheit und Arthrose
Arthrose gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei älteren Hunden und Katzen. PEA kann hier eine unterstützende Rolle bei der Schmerzreduktion und Entzündungshemmung spielen.
Studien zeigen, dass PEA: entzündliche Prozesse in Gelenken reduzieren kann, Schmerzen und Beweglichkeit positiv beeinflussen kann und gut mit anderen Gelenkstoffen wie Glucosamin, Chondroitin oder Omega-3-Fettsäuren kombinierbar ist.
Hautgesundheit und Allergien
PEA wirkt auf sogenannte Mastzellen, die eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen spielen. Dadurch kann der Wirkstoff besonders interessant sein bei:
atopischer Dermatitis, chronischem Juckreiz (Pruritus), entzündlichen Hauterkrankungen.
In der Tiermedizin wird PEA deshalb zunehmend als Bestandteil von Dermatologie-Produkten für Haustiere eingesetzt.
Neurologische Unterstützung
Da PEA auch neuroprotektive Eigenschaften besitzt, wird es in der Forschung im Zusammenhang mit neurologischen Problemen untersucht, zum Beispiel:
Nervenschmerzen, degenerative Erkrankungen des Nervensystems, altersbedingte kognitive Veränderungen bei Hunden
Wissenschaftliche Studien zu PEA
Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2017 (Gabrielsson et al., Pain) zeigte, dass PEA in verschiedenen Formulierungen eine signifikante Schmerzlinderung bei chronischen Schmerzpatient:innen bewirkt – ohne ernsthafte Nebenwirkungen.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28727699/
Eine doppelblinde Studie von 2013 (Keppel Hesselink et al., Pain Physician) mit Patienten mit Ischias-Schmerzen demonstrierte eine deutliche Verbesserung der Symptome durch die Einnahme von PEA über acht Wochen.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23166447/
Vergleich verschiedener PEA-Formen
"Standard" PEA
meist >10–50 µm (kristallines Pulver)
- lipophil und wasserunlöslich; löslich in organischen Lösungsmitteln und Ölen
- einfache Herstellung, meist kostengünstiger Rohstoff
- geringere Oberfläche → langsamere Auflösung im Verdauungstrakt; mögliche geringere Bioverfügbarkeit; kann in Formulierungen eine geringere Dispersibilität aufweisen
mikronisiertes PEA
ca. 6–10 µm
- lipophil und wasserunlöslich, jedoch größere spezifische Oberfläche → bessere Dispersion
- verbesserte Benetzbarkeit und Auflösung im Gastrointestinaltrakt; höhere potenzielle Bioverfügbarkeit als Standard-PEA; gut geeignet für Kapseln, Tabletten oder Pulverformulierungen
- höhere Produktionskosten als Standard-PEA; Verarbeitung kann staubintensiver sein
Ultramikronisiertes PEA
<6 µm
- lipophil und wasserunlöslich, sehr hohe spezifische Oberfläche; bessere Verteilung in Matrix oder Trägerstoffen
- maximale Oberfläche → schnellere Auflösung und Absorption möglich; gute Homogenität in Formulierungen; häufig in klinischen Studien eingesetzt
- technisch aufwendigere Herstellung (z. B. Jet-Milling); höhere Rohstoffkosten; feine Partikel können erhöhte Anforderungen an Handling und Staubkontrolle stellen
Fun Fact
PEA wurde bereits in den 1950er-Jahren in Eigelb entdeckt – und lange Zeit unterschätzt. Erst durch moderne Forschung wurde klar, dass der Körper bei Entzündungen vermehrt PEA produziert – als natürlichen Schutzmechanismus. Bei chronischen Entzündungen scheint dieser Mechanismus jedoch nicht mehr ausreichend zu funktionieren, weshalb eine zusätzliche Zufuhr von PEA therapeutisch hilfreich sein kann.
Unsere Produkte
Wir bieten mehrere Partikelgrößen an PEA an. Melden Sie sich gern für Ihr unverbindliches Angebot.
Achtung: PEA ist ein Gefahrstoff, weil es als brennbare, reizende Substanz eingestuft wird, die beim Einatmen oder bei Hautkontakt gesundheitsschädlich wirken kann und zudem umweltgefährlich ist.
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